Yoga in Andalusien mit Joanna Bradley- eine Kriegerin des Lichts

Yoga in Andalusien mit Joanna

immer wieder mache ich Aufrufe und suche Leute, die auf meinem Blog berichten möchten, wie Yoga ihr Leben verändert hat und etwas Gutes daraus entstanden ist. In Andalusien, in der Region Malaga im kleinen Örtchen Torrox habe ich dann das Centro Shiva Torrox gefunden, in dem die Engländern Joana BradleyHatha Yoga Stunden gibt.

Eigentlich wollte ich einen allgemeinen Artikel über das Yoga Studio schreiben. Als ich dann aber die bewegenden und leidenschaftlichen Worte von Joanna gelesen habe, dachte ich mir, es ist einen eigenen Artikel wert, ihre Geschichte zu erzählen.

Die Geschichte einer Yoga Kriegerin, die den Weg aus dem Dunkeln in ihr eigenes Licht gefunden hat.

Hier also das Interview mit Joanna, die Yoga in Andalusien unterrichtet:

Wie lange unterrichtest Du schon Yoga?

Ich habe erst vor diesem Sommer angefangen, zu unterrichten. Ich bin also eine neue Lehrerin, die jeden Tag von ihren Schülern lernt. Ich schätze dies sehr und bin sehr dankbar dafür.

Was für einen Yogastil unterrichtest Du?

Ich unterrichte Hatha Yoga und wurde in Vinuela, Malaga vom Tao Center ausgebildet. Die Lehrer sind hoch inspirierend und folgen der direkten Linie des Hatha Yoga, sodass die Schüler dem gleichen Beispiel folgen und Andere im originalen Hatha Sil unterrichten und ihr Wissen weitergeben. Somit auch das Stunden Erstellen mit Pranayama, Asanas und Meditation/ Entspannung, um den Geist zu beruhigen und Körper, Geist und Seele zu verbinden.

Yoga in Andalusien und bewegende Worte

Was hat Dich zum Yoga unterrichten inspiriert?

Ich habe schon sehr viele Jahre Yoga praktiziert und es schon immer geliebt. Am meisten aber haben mir die ausergewöhnlichen Klassen gefallen.

Schon immer hatte ich eine tiefe Leidenschaft für die Natur, die Welt um mich herum, natürliche Medizin und eine tiefe Verbindung mit der Welt der energetischen Medizin/ Heilung.
Mit 22 Jahren habe ich mich zur Reflexzonenmasseurin ausbilden lassen und bin dann ein paar Jahre später mit meinem Ehemann nach Spanien gezogen.

Seit ich vor 12 Jahren nach Spanien gezogen bin, habe ich gesundheitliche Probleme bekommen und brauchte mehr finanzielle Stabilität durch meine Arbeit. So habe ich mich leider von meiner Arbeit als Reflexzonentherapeutin entfernt.

Über die Jahre musste ich mich mehr und mehr auf meine gesundheitliche Verfassung konzentrieren. Ohne, dass ich es bemerkt habe, hat sich langsam und still die Erkrankung Endomitriose (Wachsen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter) bei mir entwickelt.

Nach vielen Jahren des Schmerzes und der Untersucheungen habe ich mich operieren lassen und mich anderen Behandlungen unterzogen, aber die Erkrankung kam immer und immer wieder.
Nach dem die medizinische Welt mir sagte, dass man nichts mehr für mich tun könnte und dass ich nun mit meinem Leiden zurecht kommen müsse, habe ich mich dazu entschieden, dass genug genug ist und mich auf die Suche nach den Gründen dafür gemacht, warum die Endometriose den Weg in meinen Körper gesucht hat. Ich glaube, dass Krankheit aus einem bestimmten Grund geschieht und dass der Körper einen Auslöser und einen Grund für diese Disbalance haben muss.

Ich war mir sicher, dass es mir mit den richtigen Werkzeugen bald besser gehen und dass ich zusammen mit meinem Mann eine Familie gründen könnte, nachdem wir geheiratet hatten.

In einem Zeitraum von 4 Jahren hatte ich 3 herzbrechende Fehlgeburten und ich unterzog mich sowohl in England, als auch in Spanien unzähligen Untersuchungen. Es kam heraus, dass die Endometriose nun möglicherweise auslöste, dass mein Immunsystem Antikörper gegen eine mögliche Schwangerschaft auslöste. Ich unterzog mich immunsupressiven Therapien und trotz der Begleitung von kompetenten Fachkräften erlebten wir zwei weitere herzbrechende Fehlgeburten.

Ich voerlor zu dieser Zeit auch plötzlich meinen Vater, der erst 70 Jahre alst war und ich viel in ein dunkeles und tiefes emotionales Loch. Ich wurde schwer depressiv und ängstlich und bekam mehrere Male Panikattacken, wenn wir unter vielen Leuten waren, die keine Ahnung hatten, womit wir gerade fertig werden mussten.

Ich fühlte mich generell nicht mehr getragen und mein Herz war so leer, aber ich wusste, dass ich in Aktion gehen musste, wenn ich diesen Ort verlassen wollte, den ich nun einmal in meinem Leben erreicht hatte.

Nach einer ganzen Zeit an diesem traurigen Ort, an dem ich mich immer weiter von der Welt um mich herum entfernte, entschied ich, dass ich nicht mehr an diesem traurigen, dunkelen und einsamen Ort sein wollte, an dem ich psychisch und physisch so litt.

Als ich diesen Entschluss gefasst hatte, bat ich das Universum ganz ruhig um Hilfe und Schritt für Schritt tauchte ich in die Welt der Meditation ein. Ich dachte, dass die Selbstdisziplin, die eine regelmäßige Meditationspraxis verlangte, mir emotional und psychisch helfen könnte.

Auch habe ich angefangen, Yoga in Andalusien (Torrox/ Nerja) zu praktizieren. Zu beginn fühlte ich mich grausam. Ich hatte viel meditiert, fühlte mich aber generell von allem abgeschnitten.

Mit der Zeit aber fühlte ich mich immer mehr wohl in den Yogahaltungen und Heilung durfte mit den Atemübungen, der Entspannung, den Visualisierungen und den Mantras einkehren.
Stück für Stück wurde ich stärker und es fühlte sich an, als ob Yoga zu einem Ventil für all die tiefen Emotionen, wie Traurigkeit, Angst und Depression wurde.
Ich verstand langsam, dass sich Emotionen tief in unseren Körpern festsetzen und das dies oft in Krankheiten enden kann. Yoga kann uns helfen, diese Emotionen loszulassen.
Durch Yoga konnte ich mich wieder mit meinem inneren Kind verbinden, das eine tiefe Verbindung zur Natur und zum Universum hat und mir hilft, Körper, Geist und Seele wieder zu verbinden.

Ich fühlte mich nach einigen Monaten der Praxis langsam wieder wohl in meinem Herzen und ganz sanft glücklich und der Welt zugetan.
Als ich mich immer stärker fühlte, merkte ich, dass ich meine Leidenschaft für die Welt der Heilung wiederentdeckt hatte. Ich fand wieder Anbindung.
Ich habe gelernt, dass wir im Yoga durch Haltungen Emotionen loslassen können, dass die körperliche Stärke und der ruhige Geist, den wir erreichen, unsere Emotionen beeinflussen, sodass wir ruhiger aund ausbalancierter werden.
Ich war unglaublich dankbar für Yoga und spürte das starke Verlangen, mehr über diese Philosophie zu lernen, weil ich merkte, dass Yoga mehr ist, als nur eine Therpieform. Yoga heilt uns auf so vielen, tiefen Ebenen. Ich habe meine Yogalehrerin gefragt, wo sie sich ausbilden lassen hat und habe mich dann direkt bei einer Ausbildung in Vinuela eingeschrieben.

Ich unterrichte jetzt ein paar Monaten absolut leidenschaftlich Yoga und freue mich immer, wenn so viele verschiedene Menschen an verschiedenen Punkten ihres Lebens in eine Yogaklasse kommen und dann glücklicher, im Einklang und mit einem Wunsch nach mehr wieder gehen.
Ich durfte lernen, was eine ganz spezielle Yoga Praxis ist, die mich stark beeinflusst hat und die ich in mein tägliches Leben integriert habe. Ich habe gelernt, dass Yoga eine mächtige und starke Lehre ist die so vielen Menschen geholfen hat, emotional, psychisch und physisch ins Gleichgewicht zu kommen.

Ich freue mich schon auf viele weitere Jahre in der Rolle der Yogalehrerin, in der ich so vielen anderen Menschen auf ihrem Weg helfen kann. Ebenso freue ich mich auf all die tollen Menschen, die ich noch auf dem wunderbaren Weg des Hatha Yoga treffen werde.

In Liebe

Jo Bradley
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Yoga in Andalussien

Joanna unterrichtet im Centro Shiva Torrox  auf englisch eine sanfte Stunde mittwochs morgens und eine Mittelstufenklasse Montags Abends.

Bis Mitte April unterrichte auch ich dort eine Freitagsstunde und einen Mantrakreis.

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2 Responses to Yoga in Andalusien mit Joanna Bradley- eine Kriegerin des Lichts

  1. Kerstn says:

    Eine mutmachende Geschichte! Danke für Deine Offenheit!

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