Japamala – die Yoga Gebetskette

Der, die, das Japamala… Wie heißt es denn nun und was hat es auf sich mit dieser Yoga Gebetskette, die so viele Yogis tragen?

Welcher nun der richtige Artikel für Japamala ist, kann ich bis heute nicht 100% sagen. In diesem Beitrag werde ich „die Japamala “ schreiben, denn ich beziehe mich auf die Gebetskette. Also verzeih‘ bitte, wenn ich dort falsch liege. Für diesen Artikel habe ich unterstützend das Yogawiki von Yogavidya benutzt, damit ich die Sankrit / Deutsch Übersetzungen habe.

Der Sanskrit Name der Yoga Gebetskette: JAPAMALA

Das Wort Japa kommt aus dem Sanskrit und bedeutet in etwa Murmeln oder Flüstern. Das Wort Mala stammt ebenfalls aus dem Sanskrit und bedeutet in etwa Girlande oder Kranz. Deine Yoga- Gebetskette- Japamala- ist also ein Murmelkranz.
Durch diese niedlichen Überleitung lässt sich bereits eine Ähnlichkeit mit dem Rosenkranz erkennen, den wir aus dem christlichen Kulturkreis kennen.

Der Unterschied zwischen Rosenkranz und Japamala

Wie bereits erwähnt, findest Du den Rosenkranz im christlichen Kulturkreis, die Japamala hingegen stammt aus dem Hinduismus/ Buddhismus. Gemeinsam haben die beiden Ketten, dass sie einen religiösen Hintergrund haben und eine meditative Form des Betens ermöglichen.
Im Christentum, sowie im Hinduismus/ Buddhismus gibt es verschiedene Gebetsketten, ich beziehe mich jedoch auf die gängigen bzw. bekannten.
Der Rosenkranz hat eher festgelegte Gebetsstrukturen, die immer gleich rezitiert werden.
Im Hinduismus, der einen großen Einfluss auf die Lehre des Yoga hatte und hat, rezitiert man je nach Bedarf ein Mantra.
Der Name der Darstellungsform Gottes, den du gerade brauchst, wird rezitiert. (gesprochen, gesungen, geflüstert, gemurmelt oder im Geiste). Je nach Zeremonie oder persönlichem Bedarf wird eine bestimmte Gottheit angerufen. So kannst Du z.B. OM GAM GANAPATAYE NAMAHA rezitieren, um den Gott Ganesha anzurufen, der Dir dabei hilft, Hindernisse zu überwinden.

Der Aufbau der Yoga Gebetskette

Die gängige Japamala hat 108 Perlen, die aus z.B. Heilsteinen, Hölzern oder anderen Materialien, wie Tulsi oder Rudraksha Samen bestehen. In den verschiedenen Traditionen bzw. Religionen gibt es kleine Unterschiede für die Bedeutung der 108 Perlen einer Mala.
Was es mit der magischen Zahl 108 auf sich hat, kannst Du in diesem Artikel von Narada lesen

Außerdem findet man am Ende einer Mala zusätzlich zu den 108 Perlen meistens eine größere Guruperle oder einen Anhänger, der den Lehrer, die Weisheit oder das unendliche Wissen repräsentiert.

Wenn am Ende Deiner Mala eine Quaste/ ein Pinsel hängt, repräsentiert dieser den 1000 blättrigen Lotus, ein ebenfalls wichtiges Symbol im Yoga.

 

Meditiere mit der Yoga Gebetskette

Sitze aufrecht mit Deiner linken Hand auf dem linken Knie. Wenn Du magst, kannst Du mit Deiner linken Hand ein Mudra formen.
In der rechten Hand hältst Du Deine Gebetskette. Fange mit der ersten Perle neben Deiner Guruperle/ Anhänger/ Quaste an, ein Mantra zu rezitieren und schiebe die Perlen mit jeder Wiederholung mit dem rechten Daumen weiter, bis Du wieder bei der Guruperle/ dem Anhänger angekommen bist.

Natürlich kannst Du diese wunderbare Form der Meditation auch leise, im Geiste, im Liegen oder im Gehen praktizieren.

Auch nach nunmehr sieben Jahren als Yogalehrerin bin ich gefühlt noch immer der hibbeligste Mensch der Welt.
Deshalb ist es für mich sehr schwer, ohne etwas zutun, zu meditieren. Wenn meine Hand aber schieben, meine Stimme singen und mein Geist fokussiert wiederholen kann, tauche ich tief in die Meditation ein. Auch mache ich pranayama mit meiner Mala, damit ich einen festen Anfangs- und Endpubkt habe und nicht ständig auf die Uhr schaue.

Probier es aus- 108 tiefe Atemzüge und Dein Atem wird ruhig, Dein Blick klar, Dein Körper entspannt und Dein Geist wach.

Die Gebetskette und anderen tollen Yogaschmuck findest Du hier.

 

 

 

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